Essays & Nachworte

Folgende Texte erschienen im Rahmen der Fischer CrimeClassics, einer Krimi-Reihe erschienen im Fischer-Verlag, die ich herausgeben und mit Nachworten versehen habe.

Der Kriminalroman als intellektuelles Spiel 🔒

Für viele Leser und Leserinnen sind sie immer noch der Inbegriff des Kriminalromans schlechthin. Geschichten, die auf einem Landsitz in der englischen Provinz spielen, in denen die sprichwörtliche Leiche in der Bibliothek auftaucht, in denen ein nicht selten leicht schrulliges Superhirn die Ermittlungen aufnimmt und ganz zu Schluss in Gegenwart und zur Überraschung aller Verdächtiger – und des Lesers! - den Mörder entlarvt.  mehr 🔒

Erfunden, vergessen, neu entdeckt und revolutioniert – über den frühen amerikanischen Kriminalroman 🔒

Den Colt immer zur Hand wie den Whiskey in der Schublade, so schnell mit der Waffe wie mit der Zunge, abgebrüht, eiskalt, der prototypische ‚tough guy‘. Das ist er, der amerikanische Detektiv, wie ihn einst Humphrey Bogart beispielsweise als Sam Spade in Die Spur des Falken (1941, nach Dashiell Hammetts The Maltese Falcon) oder als Philip Marlowe in Tote schlafen fest (1946, nach Raymond Chandlers The Big Sleep) verkörperte. Hammett, Chandler – die Überväter des ‚Hardboileds‘, des Kriminalromans neuer amerikanischer Schule. mehr 🔒

Rien ne va plus – Nachwort zu S.S. van Dine: Mordakte Kasino 🔒

Selten ist eine Hauptfigur eines Romans so ähnlich wie ihrem Autor wie Philo Vance ‚S.S. Van Dine‘. Hinter diesem Pseudonym verbarg sich Willard Huntington Wright (1888-1939), ein äußerst gebildeter Amerikaner, der in Harvard, München und Paris Kunst studierte. In seiner Heimat versuchte er sich als Kritiker an Essays über moderne Kunst und Literatur. Die viele Arbeit und seine Schulden überforderte Wright jedoch, er musste aus gesundheitlichen Gründen eine Schaffenspause einlegen. mehr 🔒