Rezensionen

Diese Seiten sind ein Archiv meiner Krimi-Besprechungen, die ich seinerzeit für Krimi-Couch.de als Chefredakteur verfasst habe. Dort sind alle nach wie vor nachzulesen.

Fremdwort Erzählökonomie – Rezension zu Stieg Larsson: Verblendung 🔒

Wenig mehr als ein mäßig lesbarer Kriminalroman mit ein paar fesselnden Sequenzen, der die Eingangsfrage jedoch relativiert. Manche Bücher muss man nicht unbedingt gelesen haben. Nichtmals, um mitreden zu können. Larssons posthumer Ruhm ist angesichts von Verblendung schleierhaft. mehr 🔒

Ein Meilenstein – Rezension zu David Peace: 1977 🔒

1977 ein großes Stück Literatur. Ein Meilenstein für den europäischen Krimi. Es gibt nur sehr wenige Autoren, die die Klasse von David Peace erreichen. Aber ich bin auch froh, noch einige Zeit auf den Nachfolgeband 1980 warten zu müssen. 1977 geht an die Grenzen des Verkraftbaren. Und zeigt andererseits auch auf, wieviel Potenzial hinter einem Kriminalroman stecken kann. Kein "schönes" Buch, aber ein ungemein gutes. Im wahrsten Sinne des Wortes: Wahnsinn. mehr 🔒

Packende Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau! – Rezension zu Robert Wilson: Der Blinde von Sevilla 🔒

600 Seiten und kein bisschen Langeweile. Fundiert recherchiert bringt Robert Wilson, der ein Faible für Europas dunkelste Zeiten zu haben scheint (siehe Tod in Lissabon), ein Stück hispanischer Geschichte zum Leben, das den wenigsten Lesern überhaupt bekannt sein dürfte. Intelligent kombiniert er zwei Erzählstränge, die gute fünfzig Jahe auseinanderliegen, zu einem Plot, der manch politisch "aktuellen" Kriminalroman in die zweite Reihe degradiert. mehr 🔒